Was wir wollen - Offener Brief „Pro Quote in der Medizin“

Wir sind Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen, Medizinstudentinnen und Frauen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft und des Gesundheitswesens. Wir arbeiten unter anderem in Universitätskliniken, Krankenhäusern, in Praxen und im öffentlichen Gesundheitsdienst. Und wir wollen die Quote, jetzt.

Dies haben wir die Dekane, Vorstände und Direktoren der Krankenhausträger, die Präsidenten der Fachgesellschaften und Berufsverbände, den Präsidenten der Bundesärztekammer, die Präsidenten der Landesärztekammern und den Bundesminister für Gesundheit, den Vorstand von Hartmannbund und Marburger Bund wissen lassen:
mit dem folgenden Brief, der Ihnen am 1.3.2013 übermittelt wurde.

Sehr geehrter Herr Bundesminister, Dekane, Präsidenten, Direktoren und Vorstände!

Die Zukunft der Medizin ist weiblich. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studierenden im Fach Medizin Frauen.
Auf den Führungspositionen der Medizin stagniert die Quote von Ärztinnen seit Jahren unter 10%, an der Spitze stehen über 90% Männer.

Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht – denn auch mehr als die Hälfte unserer Patienten sind weiblich!

Es ist Zeit etwas zu ändern.

Wir fordern, dass Führungspositionen in Universitätskliniken und Krankenhäusern und in allen Gremien der Universitäten und der ärztlichen Selbstverwaltung im Laufe der nächsten fünf Jahre zu 40%, bis 2023 zu 50% mit Frauen besetzt werden – und zwar auf allen Hierarchiestufen.

Wir freuen uns auf eine baldige Antwort von Ihnen, die wir auf unserer Website
www.pro-quote-medizin.de veröffentlichen möchten.

Mit freundlichen Grüßen
Die Unterzeichnerinnen